Henry Puchert, Maler und Grafiker, Dresden

„Ich befand mich das erste Mal in der Situation vor so vielen Schülern / Jugendlichen im eigenen Atelier über mich und meine Arbeit zu sprechen: „Große Spannung, was passiert jetzt, ich habe den Eindruck, selber etwas zu sagen, was ich sonst nicht erzähle.“

Die Klasse entschließt sich über die großen Panoramen zu sprechen, die mit verdünnter Gouache gezeichnet wurden. Sie sind sehr plastisch, konkret im gegenständlichen Sinne und man kann das benennen, was man sieht. Ihr Augenmerk liegt auf Bildelementen, die wie Ufos o.ä. aussehen (Trash sind). Die Jugendlichen sind unsicher, tasten, dennoch benennen sie viele Elemente richtig (wobei, richtig oder falsch gibt es nicht), sie benennen sie treffend. Abstrakte Bildgefüge, wie die auf dem Fußboden liegenden, wurden von den Schülern nicht aufgegriffen. Nach 1 1/2 Stunden ist die Luft raus, null Konzentration.

Auf die Frage, ob in ihrer häuslichen Umgebung Kunst hängt, konnten nur sehr wenige Schüler dies mit „ja“ beantworten. Insofern sollten die Atelierbesuche unbedingt fortgesetzt werden, um andere an die Gegenwartskunst heranzuführen.“

Zum facette Programm „Lernort Künstleratelier“, verfügbar für Grundschule, Mittelschule / Oberschule und Gymnasium.